Eine Oase in der Natur

Privater Einsatz:
eine Oase in der Natur

Wir denken an „früher war alles besser“. Es war einmal unberührte Natur. Mehr Insekten. Weniger Mensch. Die Sehnsucht nach dem Vergan­genen ist dabei immer ein Blick zurück. Ziemlich konser­vativ, oder? Natur verändert sich — ist kein stati­sches Bild.

Der Wunsch nach dem Haus am See. Dem Haus im Wald. Oder in der Einsamkeit ist immer da. Wir denken an ein Zuhause, dessen ökolo­gi­scher Fußab­druck möglichst gering ist. Ein Haus, das wir uns leisten können.

Ein Haus, das nicht belastet — weder finan­ziell noch die Natur, in der es steht. Ein Ort, der genug Platz zum Leben ermög­licht. Der nicht protzt, sondern Freiräume schafft.

Denn nur wenn wir Lebens­räume positiv mitge­stalten, können wir vorwärts– statt rückwärtsgehen.

Kommunaler Einsatz:
Nachverdichtung im Dorf

Täglich werden in Deutschland 66 Hektar Bauland erschlossen. Fast zwei Drittel liegen im ländlichen Raum wie dem Schwarzwald, wo die Bevöl­ke­rungszahl schrumpft.

Die Folge dieser Politik: Ortskerne verwaisen, auf der grünen Wiese in den Außen­be­reichen der Siedlungen findet der Bau-Boom statt – der Donut-Effekt.

Die Typologie der Stunde: das Einfa­mi­li­enhaus. Andere Wohn- und Lebens­formen finden nicht statt. Die Gemeinden setzen fast ausschlieslich auf diese Gebäu­de­ty­po­logie. Ortsprägung durch Einfa­mi­li­en­häuser jeder Couleur – das ist die momentane Situation.

Oft sind hier die typischen Baustil­ele­mente einer Region, wenn überhaupt, nur rudimentär vorhanden. Die Folge der Entwicklung: Ortsbe­zogene Elemente des Baustils gehen langsam verloren.

Eine Möglichkeit, dem entge­gen­zu­wirken, besteht in der städte­bau­lichen Nachver­dichtung: Sie stärkt die Dorfstruktur nachhaltig und bietet die besten Voraus­set­zungen für ein leben­diges und attrak­tives Leben inmitten einer Gemeinschaft.

Ungenutzte Flächen könnten so wieder einer Bestimmung zugeführt werden. Hierfür wäre die Erstellung eines Baulü­cken­ka­tasters für Gemeinden sinnvoll.

Es muss nicht gleich ein großer Resthof sein und auch nicht das Wohnen in einem Neubau­gebiet. Ein neuer regional veran­kerter Arche­typus muss gefunden werden, der vielfältige Nutzungen ermög­licht und die Region nachhaltig belebt und berei­chert. So gibt es in Öster­reich beispiels­weise die Initiative „Zukunftsort“ mit neuen Konzepten, die von den Einwohnern initiiert oder mitent­wi­ckelt werden.

Privatwirtschaftlicher Einsatz:
Tourismusanlagen

Luxus bedeutet die Abwei­chung vom Normalen. Aber was ist Luxus im Urlaub? Wie kommen wir vom 5‑Sterne-all-inclusive-Club zu den vier Wänden auf Zeit? Ist der Luxus der Zeit, nicht sich den Tag so gestalten zu können, wie man möchte?

Den Tag zu planen und zu erleben, wie es den eigenen Bedürf­nissen entspricht? Die Freiheit und den Luxus in den Kleinig­keiten zu sehen, die ein Raum auf Zeit bietet? Egal ob Camping, Hütte, Baumhaus, Wohnwagen, Stadt­a­partment oder das kleine Häuschen für mich?